Die OECD-Daten zum Glasfaserausbau verdeutlichen den digitalen Rückstand Deutschlands im internationalen Vergleich. Mit einem Glasfaseranteil von lediglich rund 12 Prozent (Stand: Anfang 2025) liegt die Bundesrepublik deutlich unter dem OECD-Durchschnitt von 44,6 Prozent und damit auf einem der hinteren Plätze unter den untersuchten Industrienationen. Länder wie Polen oder Dänemark haben den Glasfaserausbau in den vergangenen Jahren konsequent vorangetrieben und erreichen inzwischen Abdeckungsraten von über 50 Prozent. Deutschland hinkt weiterhin deutlich hinterher.

Gleichzeitig verdecken nationale Durchschnittswerte die sehr unterschiedlichen regionalen Entwicklungen. Hessen zählt inzwischen zu den Bundesländern, in denen spürbare Fortschritte zu verzeichnen sind. Laut dem hessischen Digitalministerium sind inzwischen rund 61 Prozent der Haushalte technisch an das Glasfasernetz angebunden („Homes passed“). Die Infrastruktur liegt damit bereits vor Ort. Tatsächlich genutzt wird Glasfaser jedoch bislang nur von etwa 36 Prozent der Haushalte („Homes connected”). Diese Zahlen basieren auf aktuellen Landesangaben sowie dem Breitbandatlas des Bundes und verdeutlichen die weiterhin bestehende Lücke zwischen verfügbarer Infrastruktur und tatsächlicher Nutzung.
(vgl. Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation, digitales.hessen.de)
Auch im europäischen Vergleich wird deutlich, dass diese Fortschritte nur ein Zwischenschritt sind. Länder wie Frankreich oder Norwegen, die frühzeitig auf Glasfaser gesetzt haben, profitieren heute von deutlich höheren Abdeckungsraten und stabileren Netzen. Deutschland hingegen hat über viele Jahre vor allem auf kupferbasierte Technologien gesetzt, die nun zunehmend an ihre technischen Grenzen stoßen.
Vor diesem Hintergrund bleibt das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 eine flächendeckende Glasfaserversorgung zu erreichen, ambitioniert. Zwar zeigen die bisherigen Fortschrittsberichte eine steigende Dynamik, doch bleibt fraglich, ob das notwendige Tempo bundesweit gehalten werden kann. Dabei sind funktionierende Partnerschaften zwischen Kommunen, Netzbetreibern und spezialisierten Bau- und Infrastrukturdienstleistern entscheidend.
Unternehmen wie wir, die BraCom GmbH sehen darin nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Verantwortung. Aufbauend auf die positiven Entwicklungen in Hessen wollen wir unseren Beitrag leisten, um den Glasfaserausbau weiter zu beschleunigen. Gemeinsam mit Kommunen und Netzbetreibern arbeiten wir daran, politische Zielsetzungen in messbare Realität zu überführen und das ambitionierte Ausbauziel für das Jahr 2030 aktiv mitzugestalten.
Rufen Sie uns an
Allgemeine Anfragen
Bestehende Kundenbeziehungen (Werktage 09:00-15:00 Uhr)
+49 151 57365711
Besuchen Sie unsHarvestehuder Weg 5, 20148 Hamburg
Allgemeine Anfragenpost@bracom.com
Bestehende Kundenbeziehungen (Werktage 09:00-15:00)
kundencenter@bracom.com